Zum Gedenken und als Dank an Max-Beat Flückiger (01.07.1949-17.07.2025)
Max-Beat Flückiger und Dirk Jüttner 2010 in Sayuni
Die Geschichte von Sayuni, einem erfolgreichen Projekt von Partner sein im südöstlichen Hochland von Tansania
In Sayuni konnte Partner sein zusammen mit den Schwestern des anglikanischen Frauenordens Community of St. Mary of Nazareth and Calvary CMM ab 2010 ein Gesundheitszentrum realisieren. Die Erfolgsfaktoren dieses ambitionierten Projektes waren: ein initiativer Arzt aus der Schweiz, ein Philanthrop und Afrikakenner aus England, anglikanische Ordensschwestern und ein Hilfswerk.
Die Kontakte zu den CMM-Ordensschwestern hatte Dirk Jüttner. Er lebte lange Jahre in Afrika und arbeitete auch in Masasi am Hauptsitz des CMM-Ordens. Das Projekt in Sayuni hätte in dieser Grösse und Qualität aber nicht entstehen können ohne Max-Beat Flückiger. Als Arzt in Ostermundigen verfügte er über das erforderliche medizinische Wissen, als initiativer und äusserst neugieriger Mensch über die Fähigkeit, ein Projekt zu planen und zu realisieren und immer wieder Menschen zu treffen, welche sein Projekt weiterbrachten und unterstützten. Er schaffte es, grosse und langjährige Sponsoren zu gewinnen, welche zusammen mit einem privaten Gönnerkreis die medizinischen Einrichtungen und Geräte finanzierten. Die altkatholische Kirche Deutschlands leistet bis heute einen jährlichen Beitrag zur Beschaffung von Medikamenten, ausgehend von einer Initiative von Frau Dr. Ilse Brinkhues.
In den Jahren 2010 bis 2016 wurde das Zentrum mit mehreren Gebäuden etappenweise gebaut und eingerichtet und das für den Betrieb nötige Personal aus den Reihen der Ordensschwestern oder extern rekrutiert und wenn nötig ausgebildet. Partner sein finanzierte das Projekt mit Spenden aus den Kollekten und aus diversen ökumenischen Suppentagen bspw. in Thun und Allschwil.
In dieser Zeit reiste Max-Beat Flückiger jedes Jahr zusammen mit Dirk Jüttner nach Sayuni, wo sie sich über den Stand des Projektes vor Ort ein Bild machten und den Schwestern unterstützend zur Seite standen. Diese Besuche dokumentierte Max mit detaillierten Berichten.
Sayuni ist heute ein gut eingerichtetes Gesundheitszentrum, welches grösstenteils mit Personal aus den eigenen Reihen geführt wird und weitgehend selbsttragend ist. Die dezentrale Lage in den Hügeln ermöglicht den dort lebenden Menschen kürzere Wege zu medizinischer Hilfe als die Reise nach Njombe, der eine Stunde entfernten nächstgrösseren Stadt.
Die Ordensschwestern sind dankbar für die Unterstützung und das Interesse, welches Max-Beat Flückiger ihnen über all die Jahre zukommen liess. Zusammen mit Partner sein trauern sie um einen Menschen, welcher mit Energie und Engagement viel erreicht hat zu ihrem Wohl und dem der Bevölkerung in Sayuni.
Astarehe kwa amani! - Ruhe in Frieden!
Asante sana! - Danke!